Betrieb der Luftseilbahn durch die Gemeinde

Von 1951 an wurde die Bahn durch die Gemeinde in Eigenregie betrieben – und dies ohne jegliche Beiträge durch Bund und Kanton. Gegen Mitte der 60er Jahre nahmen die finanziellen Sorgen stetig zu. Zudem ergaben sich nun auch auf der Personalseite durch veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen zusehends grössere Probleme. 1966 beschloss die Urversammlung der Gemeinde deshalb die Einsetzung eines sogenannten Initiativkomitees, welches die Zukunft der Luftseilbahn in geordnete Bahnen lenken sollte. Als erste Massnahme musste dieses Komitee im Oktober 1966 die Entlassung von 2 der 6 Seilbahnangestellten beschliessen, im darauf folgenden Jahr mussten die Fahrpreise um 60% erhöht werden.

Seilbahnabsturz

Ende der 50er Jahre lief bei einer 4er Kabine ein Unglück relativ glimpflich ab. Trotz heftigem Sturm fuhr der Maschinist einen Kurs, bei dem ein Fahrgast nach Gspon fahren wollte. Die Stärke des Windes war, aufgrund fehlender Windmesser, dem Maschinisten damals unbekannt. Als die Seilbahn jedoch auf Stütze 6 zufuhr, wurde die Kabine durch den Wind so stark ins Schwanken gebracht, dass diese die Stütze auf der falschen Seite umfuhr. Dadurch wurde die Kabine von den Führungsrollen abgerissen und fiel ca. 25 m in die Tiefe. Dieses Abreissen der Kabine führte zu einem direkten Nothalt, was für den Maschinist bedeutete, dass er schnellstmöglich zu Fuss nach Gspon musste, um die Person zu retten. Von Gspon aus fuhr dieser dann mit einem Schlitten zur abgestürzten Kabine, wo er den verunfallten Gast lediglich mit einem Beinbruch auffand. Der Fahrgast konnte von Glück reden, dass es zu dieser Zeit rund 3m Schnee hatte und so der Absturz der Kabine stark abgefedert wurde. Dies blieb der einzige Zwischenfall in der Geschichte, bei der es Verletzte gab. Der Materialschaden belief sich auf rund Fr. 35‘000.--.

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