Bau und Gründungsjahre der Luftseilbahn

Am 14. Februar 1947 hat der Grosse Rat des Kantons Wallis die Schaffung einer Luftseilbahn auf der Strecke Stalden-Staldenried-Gspon beschlossen. Am 29. Dezember 1948 erklärte dann der Staatsrat die zu erbauende Luftseilbahn als Werk öffentlichen Nutzens und erteilte der Gemeinde Staldenried das Enteignungsrecht für die Erstellung der Luftseilbahn. In der Folge hat die Gemeinde Staldenried die Grundstücke, auf denen feste Luftseilbahnteile errichtet werden mussten, enteignet oder freihändig erworben. Mit dem eigentlichen Bau der Luftseilbahn ist 1949 begonnen worden. Am 5. August 1951 konnte nach zweijähriger Bauzeit der Betrieb auf der gesamten Strecke Stalden-Staldenried-Gspon aufgenommen werden. Staldenried war nun endlich mit dem Talgrund verbunden!

Die Baurechnung schloss mit einem Aufwand von Fr. 1‘100‘000.-- ab. Die grössten Aufwandposten stellten die Gebäude mit Fr. 280‘000.--, die Zwischenstützen mit Fr. 222‘000.-- und die mechanischen Einrichtungen mit Fr. 150‘000.-- dar. Die damaligen Kosten von 1,1 Millionen Franken würden unter Berücksichtigung der Teuerung heute einen Betrag von rund 5,5 Millionen Franken ausmachen.

In den Anfangsjahren wurde die Luftseilbahn mit einer 4-er Kabine betrieben. Im Jahre 1963 wurden diese 4er Kabinen durch leistungsfähigere 12er Kabinen ersetzt. Der Umbau der Luftseilbahn kam auf weitere rund Fr. 920‘000.-- zu stehen, so dass sich die gesamten Baukosten schlussendlich auf Fr. 2‘028‘000.-- beliefen. Der Bund subventionierte den Luftseilbahnbau mit einem Betrag von Fr. 460’000.--, der Kanton leistete Finanzhilfe von Fr. 870‘000.--. Angesichts dieser Zahlen ist es nur allzu leicht verständlich, dass die Finanzen der Luftseilbahn der Gemeinde in den ersten Jahren erhebliche Sorgen bereiteten.

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