Geschichte der Luftseilbahn

Die Luftseilbahn Stalden-Staldenried-Gspon (kurz LSSG) ist fest in Staldenried verankert und stellt für Alt und Jung ein unersetzliches Transportmittel dar. Mit dem „Bähnli“ wird seit nun 6 Jahrzehnten eine bestens funktionierende, auf die Bedürfnisse des Dorfes abgestimmte Erschliessung sichergestellt. In diesen 60 Jahren LSSG ist natürlich Einiges geschehen. Die wichtigsten Ereignisse haben wir aus dem Archiv der LSSG und von Erzählungen von Furrer Christian (Betriebsleiter) zusammengetragen.

Der lange Weg bis zur LSSG

Nach 1925 begannen sich die Staldenrieder ernsthafte Gedanken zu machen, wie man den langen, beschwerlichen Weg von Stalden bis ins Gspon durch einen neuen, besseren Weg ersetzen könnte. An der Ur- und Burgerversammlung von 1928 wurde mittels Abstimmung der Bau einer Fahrstrasse beschlossen. Die Gemeinde Törbel plante zu dieser Zeit ebenfalls eine Fahrstrasse. Da die Törbjer den Riedern aber um eine Nasenlänge voraus waren, wurde ihr Projekt bereits vom Kanton Wallis bewilligt. Folglich wurde die Fahrstrasse nach Staldenried auf Eis gelegt, weil dem Kanton die finanziellen Mittel fehlten.

Angeheizt durch verschiedene Diskussionen wurde nun die Verbindungsstrasse von der Bevölkerung in Frage gestellt. Einerseits hatte man Bedenken bei der Durchquerung des wertvollen Kulturbodens, andererseits waren durch das Strassenprojekt nur die unteren Weiler verbunden und nicht die ganze Gemeinde. Zudem brachte die Strasse nur beim Warentransport eine Erleichterung, bei der wirtschaftlichen Nutzung hingegen nicht. Obwohl der Bau der Fahrstrasse Stalden-Staldenried 1935 hätte beginnen sollen, wurde dieser nochmals verschoben, weil die Einigkeit in der Bevölkerung für einen Strassenbau nicht mehr gegeben war. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam bei der einheimischen Bevölkerung ein neues Verkehrsmittel ins Gespräch: die Luftseilbahn, welche eine einheitliche Zustimmung der Gemeinde bekam.

 

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